Die erste Woche

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Und dann war auch schon der Montag und unser erster Tag in der Sprachschule gekommen. Dort wurden wir erst einmal damit überrascht, dass fast alle deutsch waren. Nicht nur die Schüler, sondern auch die Assistentin der Schulleiterin. Neben den ganzen deutschen gab es noch eine riesigen Kerl aus Belgien, einen Ami, ein Mädchen aus England und eine Finnin. Es gab eine kurze Führung durch die Schule und dann gings auch schon los. Wir waren mit einem anderen deutschen Mädchen im Unterricht. Zu dritt “Unterricht” haben hat echt was für sich. Das Mädel heißt Lina und weil sie schon mal in Barcelona gelebt hat, ist sie natürlich viel besser als wir. Macht aber nix. Naja der Unterricht war lehrreich aber was spannendes gibts davon nicht zu erzählen. In der Pause gabs dann noch einen leckeren Begrüßungscocktail und dann gings wieder in den zurück. Am Nachmittag haben wir dann eine kleine Stadtführung gemacht durch Santo Domingo de Heredia. Es wäre bestimmt sehr aufschlussreich gewesen, wenn man zugehört hätte aber da wir ja immer lieber reden als zuhören haben wir uns lieber mit Salomon aus Belgien unterhalten. Naja und dann war die Stadtführung auch schon rum und wir sind wieder nach Hause gegangen um noch “ein bisschen” was zu Abend zu essen. Unsere Gastmama is eine Königin in der Küche anders kann man es einfach nicht sagen. Das Essen ist hier in der früh und am Abend einfach ein Meisterwerk. So toll das wir es einfach immer wieder fotografieren mussten! Nach dem Abendessen haben wir uns noch schnell an unsere Hausaufgaben (jaa wir mussten hier gaanz viel Hausaufgaben und sogar Referate machen) gesetzt und sind danach wieder mal tot ins Bett gefallen.

Der Dienstagmorgen hat natürlich wieder mit einem 5 Sterne Frühstück a la Georgina begonnen, danach gings in die Sprachschule und der Vormittag war schon wieder rum. Die Sprachschule hat uns am Anfang echt total gefordert. Da der Unterricht wirklich komplett auf Spanisch ist, braucht man erst mal etwas Zeit, bist man das Tico Spanisch so im Kopf hat, dass man auch die Erklärungen einigermaßen versteht, zumindest ging mir das so :) … Und wenn man dann endlich mal ne Frage mit den vorhandenen schlechten Spanischbrocken zusammenbekommen hat, war man mit der Antwort auf Spanisch auch nicht viel schlauer als davor ;) … aber man gewöhnt sich an das Spanisch und es hat mit der Zeit auch immer besser geklappt! Nach der Schule gab es dann noch eine kleine Stadtführung durch Heredia (die nächst größere Stadt hier). Das interessanteste war dort aber irgendwie nur die riesige Markthalle, bei der man manchmal (zumindest bei den Fleischständen) ein bisschen Gänsehaut bekommen hat. Überall die tollsten Früchte, selbstgemachte Tortillas und vieles mehr in ein Labyrinth verpackt mitten in der Stadt. Als die Führung zu Ende war,

sind wir noch ewig bei uns im Park geblieben und haben mit den beiden Chaoten aus den USA und Belgien gequatscht… da es hier schon so früh wieder dunkel wird ist es für uns Mädels so um halb 6 immer höchste Zeit nach Hause zu gehen, außer man ist mit dem Taxi unterwegs, deswegen war dieser Tag dann auch schon wieder so gut wie rum.

Am Mittwoch haben wir uns für den Nachmittag mit den 2 Jungs aus der Sprachschule und einer Lehrerin verabredet, um endlich mal ein bisschen San Jose (die Hauptstadt von Costa Rica) zu besichtigen. Eigentlich musste Salomon (der Junge aus Belgien) auch „nur“ noch kurz zur Bank und etwas Geld abheben, aber das wir dabei solche Probleme bekommen würden, war uns da noch nicht klar. Sabi und ich sind nur kurz in die Bank um etwas Geld zu wechseln, als wir raus kamen zum Automaten und einen total entsetzten Salomon vor uns hatten, da irgendwie hat seine Visa Kreditkarte nicht funktionierte! Ich glaube da würde jeder von uns genau so entsetzt vor dem Automaten stehen. Salomon ist dann mit Mark (dem Jungen aus den USA) erst mal in die Bank rein (durch die Sicherheitsschleuse hindurch, die ein Glaskasten ist, in der man seinen Reisepass in die Luft halten muss und alles metallische ausziehen muss, vorbei an dem bewaffneten Sicherheitsdienst) und hat versucht den Leuten dort klar zu machen das kein Geld von seiner Kreditkarte abheben kann… die wussten auch nicht warum das nicht funktioniert hatte … Salomon hat dann seine Letzten US Dollar mit dem Reisepass von Mark (weil er seinen natüürlich auch nicht dabei hatte ;) ) in Collon wechseln lassen, damit er wenigstens etwas Geld hatte. Mittlerweile war unsere Gastmutter Georgina mit dem Auto schnell da gewesen und hat unsere Reisepässe und das viele Geld von uns mit nach Hause genommen, weil sie natürlich nicht verantworten konnte, dass wir damit nach San José fahren. Total goldig wie sie eben ist :) (Man sollte hier in Costa Rica aber wirklich nur mit einer Reisepasskopie rumlaufen) … Nach 1,5 Stunden waren wir dann also endlich wieder an der Schule um mit der Lehrerin nach San Jose zu fahren, also schon viel zu spät :( wir haben uns dann gegen San José entschieden und sind einfach nur in einen wundervollen Garten von einem holländischen Hotel hier in der Nähe gelaufen und haben uns dort ein wenig umgesehn :).

Auf dem Weg dorthin hat uns Silvia (die Lehrerin) noch ein privates kleines Häuschen gezeigt, in dem eine alte Dame selber Eis herstellt und aus der Haustüre raus verkauft, also die Leute hier sind echt so unglaublich süß!! Ich hab mich schon wie ein kleines Kind auf mein selbstgemachtes Schoko Eis gefreut, aber irgendwie bekamen wir dann alle so eine Tüte mit Stiel dran, in der wirklich wörtlich genommen einfach nur dunkelbraunes geschlabber war, das irgendwie nicht mal ansatzweise nach Schoki geschmeckt hatte :D :D naja aber lustig wars auf jeden Fall :D wir haben bei der Gelegenheit unserem Amy nämlich gleich mal das Wort „Schlabber“ beigebracht :D … das Eis hatte nämlich in der Zwischenzeit schon Schlabberfäden auf unsere Klamotten gezogen und alle haben total geklebt :D Mark hat sich immerhin gefreut ein deutsches Wort zu können :D (wobei des glaub ich eher ein Sallersches Sabi Wort ist :) )… Nach der Besichtigung von dem riesigen Garten sind wir dann in die Schule zurück, wo die anderen Schüler schon gewartet haben, es war nämlich Kinoabend angesagt! Also sind wir alle nach Heredia in die Mall gefahren und haben „El amor se llama dos veces“ (auf deutsch „Larry Crowne“) angesehen. Salomon ist dann nach 15 Minuten auf meiner Schulter eingepennt und erst wieder ne halbe Stunde vor dem Ende wieder aufgewacht mit den Worten „is it over now?“ :D … Endlich zu Hause angekommen sind wir wirklich wie schon jeden Abend einfach ins Koma gefallen.

Der Donnerstag war dann endlich mal ziemlich entspannt. Nach der Schule bin ich da geblieben um zu „lernen“ für den Test am Freitag und Sabi ist mit Mark endlich mal nach San José gefahren. Aus meinem Lernen wurde dann ein Skype-und-Facebook-Nachmittag mit ganz vielen von euch <3… Das Beste vom Tag war dann der Salsa und Merengue Tanzkurs, auf den wir uns schon in Deutschland gefreut hatten. Aber genau so wie in Deutschland hat man auf der ganzen Welt immer wieder das Selbe Problem. Zu viele Mädels und zu wenig Jungs in den Tanzkursen ;) … hat aber nix gemacht, Mario der Tanzlehrer war zum Glück Multitasking-fähig und hat einfach mit 2 Mädels gleichzeitig getanzt J. Nach diesem tollen Abend sind wir dann mit Mark und Salomon noch nach Heredia zu einer Bank gefahren, in der Salomons Visa Karte und unsere auch (es hat sich nämlich herausgestellt, das unsere auch nicht funktionierte) funktionierten. Lustigerweise hat der Tanzlehrer für uns Taxifahrer gespielt und in seinem Party Taxi dort hin gebracht. Ich hätte es nicht gedacht, aber man hört scheinbar überall auf der Welt wirklich dieselbe Musik. Und schon wieder war ein Tag rum, nach einer nächtlichen Lernaktion fielen wir dann wieder total erschöpft ins Bett.

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