Woche 3/10 in Matapalo

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In dieser folgenden Woche…

… haben wir endlich mal kleine Babyschildkröten schlüpfen sehen!! Das hatten wir ja schon lange ersehnt :). Wir hoffen euch gefallen unsere “kleinen” Anekdoten aus unserer Weltreise noch und ihr habt viel Spaß beim Lesen :). Liebe Grüße nach Deutschland an euch alle ihr lieben!!

(kleine Erläuterung: Das Bild hier ist die Schildkrötenauffangstation hier in Matapalo. Die blauen und grünen Netze schützen die Schildkrötennester, unter jedem Netz verbirgt sich ein Nest, das von den Patrollien nachts am Strand ausgebuddelt wird und hier her in Sicherheit gebracht wird. Dort sind die Nester ringsrum dann vor Katzen, Hunden, irgendwelchen Raubvögeln und vor allem eben vor menschlichen Eierdieben geschützt. Auf dieser Hatchery sitzt Tag und nacht immer jemand und schiebt Wache, was sich dann “Watch” im nachfolgenden nennt :) )

Viel Spaß beim weiterlesen:

Montag 17.10.2011

Nun war schon die 3te Schulwoche hier in Matapalo gekommen. Nach unserer Woche Urlaub fiel es uns wie nach jeder normalen Urlaubs oder Ferienwoche in Deutschland eben auch, unglaublich schwer uns aus dem Bett zu kämpfen. Nachdem wir in der letzten Woche immer ewig wach waren und „ewig“ geschlafen hatten mussten wir jetzt wieder um 6 Uhr raus. Nach dem Frühstück habe ich schon mal vor dem Haus auf Sabi gewartet, die noch drinnen war. Aber irgendwas war heute anders. Jandyr unser Nachbarsjunge war nämlich noch zu Hause und der ist eigentlich immer früher als wir aus dem Haus. Also habe ich ihn gefragt ob er heute später Schule hat. „No“ – Achso also dann hatte er wahrscheinlich erst nachmittags Schule „No“ – Ok jetzt wurde es komisch, er schaute auch total verdutzt warum ich denn jetzt so blöd frage. Seine Mama hat sich also irgendwann umgedreht und ganz selbstverständlich gemeint, dass heute doch Feiertag ist ?! Ich habs erst gar nicht richtig verstanden weil des doch gar nicht möglich war. Sabi kommt raus, ich erzähl ihr die Story so lustigerweise aber als Katja (die Mutter von Jandyr) immer noch heftig nickt sind uns beiden die Münder runtergeklappt. Toll – wir waren echt tot – haben uns wirklich sowas von aus dem Bett quälen müssen und unsere Nachbarn behaupteten gerade ernsthaft das heute keine Schule ist. Davon mussten wir uns erst mal überzeugen und wir liefen, weil wir ja sowieso startklar waren, also in die Schule. Aber schon von Weiten haben wir gesehn, das die sonst so belebte Schule Menschenleer war und der Pförtner war auch nicht da :( … waren wir sauer sag ich euch. Erstens auf unsere liebe Organisation ASVO die uns mal wieder blendend informiert hatte und zweitens weil wir umsonst um 6 Uhr aufgestanden sind. Mit einer Wut im Bauch sind wir also schnurstracks ins Bett marschiert und haben aus Protest erstmal noch bis 11 Uhr geschlafen :

Der Rest vom Tag war dann auch nicht so späktakulär. Erst abends kam der nächste Brüller. Sabi und ich sind also rüber ins andere Wellblechhäuschen durch den Regen gewadet um zu Abend zu essen. Dort saßen ein Junge und ein Mädchen, die wie irgendwie noch nicht kannten, aber vielleicht hatten wir ja einfach Besuch von Nachbarn. Aber es hat sich dann herausgestellt, was Xiomara mir in der Küche zuflüsterte, dass diese Beiden gerade auf einer Rundreise sind und von irgendjemanden (der scheinbar als Voluntär oder so mal in unserer Familie untergekommen ist) erfahren haben, dass man hier übernachten kann. Da sie nämlich kein Geld hatten und keinen Plan wo sie diese Nacht schlafen sollten, standen sie eben bei Xiomara vor der Tür und baten um eine Unterkunft?! Also unsere Familie hat eigentlich echt kein Geld um spontan einfach mal so zwei Herumreisende noch mit zu verköstigen. Ich fand das unmöglich und hatte erstmal Angst um meine Essensration :D Vor allem war das Mädchen auch irgendwie echt komisch, als sie mitbekam, dass wir Xiomara beim Essenmachen noch halfen, kam sie auch angewackelt und wollte auch noch mithelfen (als ob das nicht selbstverständlich ist, vor allem wenn man wie diese beiden sich einfach einläd) sie hat sich dann mit Xiomara unterhalten, als ob sie sich schon Jahre kennen würden und da das Mädchen aus Frankreich kam, hat sie gleich noch erzählt wie toll das Essen doch in Frankreich ist. Aber auch schön das es hier ja nur Bohnen und Reis gab :D – der Junge kam aus Nicaragua. Beide haben sich scheinbar nur übers Reisen kennengelernt… also die Situation war wirklich seltsam.

Als der Junge mir dann auch noch stolz erzählte, dass sie heute hier in diesem Zimmer schlafen, hatte ich irgendwie keine Lust mehr mich mit denen zu unterhalten. „Dieses Zimmer“ war Marlen´s Zimmerchen, die diese Nacht scheinbar extra im Elternschlafzimmer schlafen musste. Viel Privatsphäre gibt’s in so einer Wellblechhütte ja sowieso nicht, also sie hat in ihrem Zimmer so gut wie nichts stehen, aber es ist immerhin IHR Zimmer. David, unser kleiner Sonnenschein, schläft jede Nacht alleine auf der Couch mit einem Handtuch bedeckt. Und da dachte ich mir ernsthaft: Sag mal das dass euch nicht peinlich ist in so einer armen Familie einfach aufzukreuzen und in einem der wenigen Betten die es überhaupt gab auch noch schlafen zu wollen?! In meinen Augen einfach unverschämt. Ich weiß gar nicht wie man auf so eine Idee kommen kann. Die sahen nämlich echt nicht so arm aus. Immerhin hatten sie genug Geld um ganz Lateinamerika seit Mai zu bereisen.

Xiomara hat sich bei uns sogar für ihre Großzügigkeit noch entschuldigt, aber sie konnte mit ihrer wirklich guten Seele die beiden einfach nicht draußen im Regen stehen lassen. Ich bin dann einfach nur noch entsetzt über die beiden mit Sabi ins Bett.

Dienstag 18.10.2011

Xiomara hat an diesem Morgen schon ganz früh das Haus verlassen, um in Quepos an einem Kurs teilzunehmen, in dem Frauen lernen, wie sie unabhängiger von ihren Männern hier in Costa Rica werden, das fanden Sabi und ich total süß und cool.

In der Schule waren die Schüler wie immer unglaublich unmotiviert. Aber immerhin begannen sie nun ein neues Thema, nämlich „Telephone English“ bei dem sie wieder mal die sinnvollsten Wörter, die man für seinen englischen Wortschatz unglaublich NICHT benötigt, lernen sollten. In der Pause kamen dann ganz unerwartet neue Voluntäre, die Sabi und mir endlich Gesellschaft leisteten. Es gab zwar immer wieder neue Voluntäre für die Schildkrötenauffangstation, aber nie welche, die mit uns zusammen in der Schule arbeiteten, also war das eine richtige Sensation für uns nach 3 Wochen nicht die einzigen Voluntäre in der Schule zu sein. Kathy aus Australien und Max aus Deutschland. Nachdem wir den beiden also erklärt hatten, was wir gerade so mit den Kids machen, sprang Kathy total motiviert auf und schrieb gleich mal einen Dialog zwischen einem Rezeptionisten und einem anderen Typen auf. Echt süß. Bloß das wir genau wussten, dass das total sinnlos war :D Aber die beiden ahnten ja noch nichts von den unglaublichen Englischkünsten der Costaricanischen Schüler hier. Da beide so gut wie kein Wort spanisch konnten, war die Katastrophe nach der Pause so gut wie vorprogrammiert :D – naja so schlimm war es acuh wieder nicht, aber diesen tollen Dialog mussten beide, nachdem die Klasse den Dialog 10 mal nachsprechen sollte, erstmal mit dem nicht vorhandenen Spansich für die Klasse erklären, da die ja kein Wort davon verstanden. Solche Aktionen die in einem normalen Unterricht echt sinnvoll sind, enden hier jedes mal im Chaos, da bis auf ca. 2 Leute in der Klasse immer niemand ein Wort versteht. Also ist man gezwungen eben alles auf Spanisch zu machen, was für Sabi und mich echt ne gute Übung ist.

Es regnete und regnete wie wie die letzte Woche auch schon, wie aus Eimern. In einer Regenpause sind wir aber kurz endlich mal etwas spazieren gegangen. Auf der einzigen Verbindungsstraße zwischen dem einen Ortsteil von Matapalo und dem anderen sind uns dann zwei Jungs auf Fahrrädern entgegengekommen, die uns natürlich wie alle Einheimischen hier total nett gegrüßt haben. Im Vorbeifahren schreit der eine dem anderen noch so rüber „ellas son guapas hä? (übersetzt: des sind aber zwei hübsche hier) :D und drehen sich nochmal so weit hinter uns um, dass sie fast vom Fahrrad gefallen wären :D – irgendwie rechnen die meisten hier immer nie damit, dass wir auch spanisch verstehen könnten und unterhalten sich einfach über einen :D Sehr lustig!

Nach einem weiteren entspannten Nachmittag haben wir uns abends aufgerafft und uns 2 Rätsel für den nächsten Schultag überlegt. Ist eigentlich ganz praktisch hier. Die Lehrer oder eben wir, bereiten einmal was vor, und machen eine ganze Woche lang, Tag für Tag immer dasselbe, da jede Klasse nur einmal die Woche einen ganzen Vormittag Englisch hat. Also haben wir an einem Abend unsere Arbeit für die ganze Woche vorbereitet :)

und der Rest ist von Sabi verfasst :) :

Mittwoch 19.10.2011

Wir fangen mittlerweile jeden Tag gleich an: wir stehen zu kapp auf, hetzen uns mehr oder weniger beim Frühstück und kommen fünf nach halb ins Klassenzimmer. Heute war tatsächlich schon die ganze Klasse da und hat gearbeitet!

Unglaublich! Nach dem „Unterricht“ sind wir gleich zum Strand um ein bisschen zu surfen. Es war zwar megalustig aber ich bezweifel echt, dass wir des irgendwann mal hinkriegen. Vielleicht liegst wirklich an dem Brett, dass es nicht klappt, vielleicht aber auch an uns. Wir werden dem ganzen bei der nächsten Surfstunde mal auf den Grund gehen. Irgendwie gab es keine richtigen Wellen und wir sind sehr lange einfach nur im Meer rumgedümpelt und haben gewartet bis eine Welle kam. Wenn mal eine gute gekommen ist, war die leider nie da, wo wir beide waren. Irgendwann haben wir aufgegeben und uns zum chillen an den Strand gelegt. Des können wir wenigstens richtig gut, da macht uns so schnell keiner was vor! ;)


Auf dem Heimweg hat uns Carlos allerdings erzählt, dass alle gesagt haben, die Wellen wären heute nicht gut… Das lässt uns hoffen!!
Daheim sind wir dann gleich zum Einkaufen gegangen, immerhin war heute ja wieder Kochtag und wir hatten noch nicht alles für unser heutiges Projekt das da lautete: Semmelknödel.
Zu unserem Erstaunen hatte die winzig kleine Pulpería tatsächlich Muskatnuss (die muss laut Vera nämlich UNBEDINGT!! in Semmelknödel). Aber leider nur in Form einer ganzen Nuss. Nachdem der ganze Laden einen Tipp abgegeben hat, wie wir die auch ohne Reibe klein kriegen aber die Vera vehement auf eine bestanden hat, is der Typ, der unverkennbar ein Franzose ist, losgezogen und hat aus dem Hinterzimmer seine Muskatnussreibe geholt, sie uns gegeben und gesagt, wir sollen sie ihm einfach die Tage zurück geben!! :D So cool!! Des nächste Problem war, dass es in Costa Rica keine Semmeln gibt die aber mehr oder weniger zwingend nötig sind, wenn man Semmelknödel machen will. Wir haben alternativ Vollkorntoast und Weißbrot genommen des ungefähr die Konsistenz von Zwieback hat. Die Knödel sahen dank den Zutaten am Ende auch eher aus wie Leberknödel weil sie grau-braun waren. Xiomara  hat uns die ganze Zeit über die Schultern geschaut um zu sehen, was wir da machen.

Gegessen haben wir mal wieder am Tisch von den Nachbarn und trotz unseren anfänglichen Befürchtungen, die Klöße würden alle verkochen, sind sie echt gut geworden. Uns hats zumindest geschmeckt. Yandir hat fand natürlich das sie, genauso wie die Spätzle letzte Woche, wie Pizza schmecken. So ein Feinkostverächter! Xiomara war total begeistert davon, dass was so simples so satt machen kann und ich glaub des wars auch, warum sie des Essen so toll fand.

Donnerstag 20.10.2011

In der Schule haben wir eine neue „Kollegin“ bekommen. Jasmine is 20 studiert Spanisch und Englisch auf Lehramt und is total nett. Sie sah ein bisschen angeschlagen aus und als sie uns erzählt hat, was auf ihrer Reise schon alles schief gelaufen ist, wäre ich des auch gewesen! Weil unsere Lehrerin Kopfschmerzen hatte, haben wir den Unterricht allein gemacht und zum gefühlt 100sten Mal „Head and Shoulders Knees and Toes“ gesungen. Dann haben wir mit ihnen Seitenlang irgendwelche Phrases übersetzt. Keine Ahnung was genau des bringen soll!! Naja. Nach der Schule wurde ich zu unserem Gastpapa zitiert weil er der Vera schon versucht hat irgendwas zu erklären aber sie nicht genau wusste was er wollte. Es hat sich herausgestellt, dass er ein Handy von seinem Bruder aus den USA geschickt gekriegt hat und des aber in Costa Rica nicht funktioniert. Es hat zwar ein bisschen gedauert aber irgendwann haben wir rausgefunden, dass die Handys in Amerika über Satellit funktionieren und man deswegen keine SIM-Karte hat. Aber wir haben angeboten vorsichtshalber bei den Amerikanern im Tortugahaus (das Apartment von den anderen Volontären) nachzufragen. Eric hat gesagt wir sollen es gleich billig verkaufen, wenn es in Costa Rica nicht funktioniert. Des haben wir natürlich net versucht. Die haben bestimmt alle ein iPhone daheim rumliegen und brauchen net sein uraltes Samsung Handy. Er hat mir noch gesagt, dass er gerne seine E-Mails mit dem Handy abfragen würde. Aber auf die Frage, ob er denn einen Mailaccount hat, hat er mal eiskalt nein gesagt. Ich frag mich, ob er überhaupt weiß, was eine E-Mail ist!! Echt stark!

Freitag 21.10.2011
Nach der Schule wollten wir mit Jasmine und Lena nach Quepos fahren. Mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass diese Stadt ernsthaft was gegen uns hat. Als wir angekommen sind hat es schon wieder geschüttet wie aus Eimern. Einfach unglaublich. Die anderen beiden hatten dann auch noch keinen Regenschirm dabei, haben es aber, zumindest bis die Vera was gesagt hat, nicht für nötig gehalten sich einen zu kaufen. Wir haben für den David zum Abschied Stifte und nen Block gekauft weil der kleine ganz verrückt ist nach malen. Auch wenn er immer das Selbe malt bei dem man leider nie erkennen kann, was es eigentlich sein soll! Während wir uns einen absolut leckeren Shake gegönnt haben hat Jasmine ihre Postkarten geschrieben die unbedingt an dem Tag noch weg mussten. Die mussten dann Vera und ich auch noch zur Post bringen weil die anderen beiden nicht wussten wo die Post ist und sie nur noch 5 Minuten offen hatte. Macht ja nix. Also sind wir da schnell hingerannt und da war auf den Straßen schon „Land unter“ angesagt. Auf der Straße stand das Wasser bereits knöchelhoch. Andere Schuhe als Flipflops lohnen sich hier einfach echt net. Und genau deswegen hat die Vera ihre Ballerinas ausgezogen und is barfuß gelaufen. Ich hab ihr mittlerweile verboten ihre Ballerinas anzuziehen weil des ein sicheres Zeichen dafür ist, dass es an dem Tag noch regnet. Als wir wieder daheim waren sind wir auch dort geblieben. Eigentlich hatten wir uns überlegt an dem Abend mit auf Patrouille zu gehen. Jasmine hat am Mittag schon den Hannes für uns gefragt und obwohl er eigentlich gar nix zu sagen hat, hat er voll patzig gesagt, wenn wir helfen wollen dann sollen wirs richtig machen und dann mit auf Patrouille kommen wenn wir eingetragen sind, das sei doch hier kein Wunschkonzert! Das wir uns die Zeit nur aussuchen wollten, weil wir nicht in dem Haus schlafen konnten weil es keine freien Betten mehr gab und wir nicht um halb 4 in der Früh nach Hause laufen wollten hat er natürlich nicht bedacht. Nach dem Abendessen haben wir unsere Rezepte-Tauschbörse mit Xiomara eröffnet und für 500 Fotos posiert. David hatte nämlich ein uraltes Fotohandy gekriegt. Auf den Fotos konnte man zwar überhaupt nichts erkennen, aber das hat ihn nicht gestört. Er hat sich über jedes einzelne tierisch gefreut und es uns ganz stolz gezeigt. So süß der kleine!

Samstag 22.10.2011
Endlich konnten wir mal wieder ausschlafen! Nach dem Frühstück (wir mussten selbst „Gallo Pinto“ machen, damit wir lernen wie des geht, weils ja sooo schwer is!^^) den Rest des Tages sind wir nur rumgegammelt bis es um fünf schon wieder Abendessen gab. Wir mussten nämlich pünktlichst um sechs bei unserer Schicht zum Watch auf der Hatchery sein. Also haben wir schnell unser Essen reingespachtelt und haben uns mit Moskitozeug eingesprüht bevor wir uns angezogen haben. Des war ganz schlau von uns. Man darf sich nämlich zwei Stunden bevor man zur Wache geht nicht mehr einsprühen weils nicht gut ist, den Schildkröten mit dem Chemiezeug zu nahe zu kommen. Also sind wir, obwohl wir schon viel zu spät dran waren nochmal zusammen unter die Dusche gehupft, haben des Zeug wieder runter gewaschen und dann mussten wir uns ordentlich schicken. Wir habens aber glücklicherweise noch rechtzeitig geschafft und schon auf dem Weg zur Hatchery hat Jule gesagt, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass heute Abend einige Nester schlüpfen weil es schon ein paar gibt, die überfällig sind. Glück für uns. Und nach 45 Minuten hat sich in dem ersten Nest was bewegt. Die kleinen haben sich aber richtig Zeit gelassen, bis endlich fast alle außen waren und wir uns zehn Stück zum wiegen und messen schnappen konnten. Die waren echt süß! Die bewegen sich total lustig mit ihren Flossen-Ärmchen.

Als wir des erledigt hatten sind wir zurück und haben angefangen sie in eine Wanne zu zählen. Weils so viel waren haben wir noch eine zweite geholt und nachdem wir noch auf zwei Nachzügler gewartet haben, sind wir mit 99 kleinen Schildkröten zum Strand und haben dort angefangen sie wieder einzeln aus der Wanne rauszuholen und an den Strand zu setzten. Man soll sie nämlich nicht ins Meer setzten weil man glaubt, dass sie sich, wenn sie über den Strand krabbeln daran erinnern können und zum Eier legen irgendwann wieder zurück kommen. Als dann alle weg waren sind wir zurück zur Hatchery und unsere Schicht war auch schon vorbei. Da hatten wir echt Glück, dass wir gleich bei unserer ersten Watch kleine Schildkrötenbabys beim Schlüpfen beobachten durften und somit nun 99 fache Schildkrötenmütter sind.

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Eine Antwort »

  1. …wann geht´s denn weiter mit Eurem tollen Bericht? Jetzt ists schon einen Monat her und wir werden nicht mehr geupdatet, dabei ist´s doch immer so schön und spannend von Euch zu lesen!!!! Alles liebe und schöne Weihnachten Euch!

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